Wetter
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Wetter, Wetter, Wetter ...
Alle reden vom Wetter, aber viele wissen dabei nicht genau, von was sie da eigentlich reden. Was ist denn "Wetter" - und welche Rolle spielt es für die Fliegerei ?

............"Wetter = Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit".

Das hört sich einfach an ..., ist es aber nicht. Das Wetter ist wohl einer der komplexesten Bereiche, die es in der Wissenschaft gibt. Nicht umsonst müssen Meteorologen viele Jahre studieren, um dann ihre Wetter-Vorhersagen treffen zu dürfen - aber auch diese stimmen nicht immer - dazu spielen einfach zu viele Faktoren beim Wettergeschehen eine Rolle.
Was heißt das für einen Piloten ? Muss er erst Meteorologie studieren, um fliegen zu können, oder reicht es, sich ausschließlich auf die Wettervorhersagen der Experten zu verlassen ?

Nein, es ist eine Mischung aus beidem. Es gibt für jeden Ort besondere meteorologische Bedingungen, die in einer großräumigen Vorhersage natürlich nicht berücksichtigt werden können. Diese regionalen Besonderheiten gilt es herauszufinden und in die eigene Vorhersage einzubauen.

Wer sich nur auf einen Wetterbericht verlässt, kann schnell in größten Schwierigkeiten sein, denn UL´s sind sehr wetterempfindliche Flugzeuge und zumeist ungeeignet, in starken und böigen Winden, in Thermik oder anderer Turbulenz zu fliegen. Aber auch Wettererscheinungen wie starker Regen, Gewitter oder Nebel sind erhebliche Gefahrenfaktoren.

Sonnenuntergang
Cumulus congestus

Ein Pilot sollte also in der Lage sein, selbst zu erkennen, wie sich das Wetter in dem Bereich, in dem er fliegen will, entwickeln könnte - die Wettervorhersagen helfen ihm nur bei seiner Beurteilung. Abgesehen davon, ist er aber aus rechtlichen Gründen verpflichtet, vor jedem Flug (außerhalb der Platzrunde) eine Wetterberatung - Gafor oder Metar - einzuholen.

Um die oben genannten "Wetter-Kenntnisse" zu erhalten, gibt es in der Theorieausbildung das Fach "Meteorologie". Dieses nimmt in der Ausbildung den wohl größten und wichtigsten Platz ein. Hier lernt der Flugschüler elementare Dinge, wie z.B.: Was ist die Atmosphäre; was sind Isobaren, Tief- und Hochdruckgebiete; von wo nach wo wehen Winde; wie werden Windstärken gemessen; was ist die "Corioliskraft"; welche Arten von Wetterfronten gibt es; welche Wolkenformen; wie werden Bewölkungsgrade angegeben; welche Wetter-Erscheinungen gibt es; wie lese ich eine Wetterkarte ... und, und, und.

Kaltfront

Am Ende der Ausbildung ist man zwar noch kein "Wetterfrosch" wie z.B. Jörg Kachelmann ..., aber man versteht es, Wettererscheinungen zu deuten und diese Erkenntnisse in seine Flugvorbereitungen mit einzubeziehen, um schließlich die richtige Entscheidung zu treffen "Fliege ich - oder bleibe ich am Boden ?".

Dazu gehört natürlich, dass man das Wetter regelmäßig beobachtet, denn eine gute Wettervorhersage entsteht nur, wenn man jeden Tag den Wetterbericht mit dem tatsächlich eingetretenen Wetter vergleicht. Und es macht doch auch großen Spaß, wenn die eigenen Prognosen immer öfter sogar stimmen.....

Im Laufe der Zeit wird man diese Dinge immer weiter perfektionieren und so hoffentlich nie in die Lage kommen, einmal mit folgender Schlagzeile in der Zeitung zu stehen:

Blitz

"Der Pilot flog in schlechtes Wetter ein und .....!"

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