Alphabet Bauarten Cockpit F.A.Q. Historie
Wissenswertes
Kennungen Platzrunde Steuerung UL-Typen Umrechnung
Seite 1 Seite 2

F.A.Q. (Frequently asked questions/ Häufig gestellte Fragen)

Was kostet Ultraleichtfliegen?
Die Ausbildung (Theorie + Praxis) kostet ca. 3400-3800 € (Trike) und 4200-4600 € (3-Achser). Hinzu kommen Nebenkosten wie Lehrmaterial, Prüfgebühren der Verbände usw.
Alles zusammengerechnet kommt man (realistisch gerechnet) etwa auf 3500-5500 €.

Wie weit kann man mit Ultraleichtflugzeugen fliegen?
Moderne Ultraleichtflugzeuge haben Reichweiten zwischen 800 und 1500 km ohne Tankstopp. Der Verbrauch liegt bei 10-17 Ltr. Kraftstoff (Gemisch oder Superbenzin) pro Stunde mit einer Reisegeschwindigkeit von 80-130 km/h (Trikes) und 150-250 km/h (3-Achser).
Der Tankinhalt beträgt bis zu 100 Litern.

Kann man ins Ausland fliegen?
Nach Österreich ist dies problemlos ohne Formalien möglich. Für das übrige Ausland gelten folgende Bestimmungen (wie in der allgemeinen Fliegerei üblich): Aufgabe eines Flugplans und Grenzübergangsabfertigung bei Nicht-Schengen-Staaten.
Wir empfehlen dringenst, den Sprechfunk geübt zu haben und zu beherrschen. Sie benötigen das BZF I und können den Sprechfunk in der jeweiligen Landessprache durchführen.
In die Schweiz darf man seit einiger Zeit mit einem UL einfliegen, allerdings nur, wenn dieses UL bestimmten Anforderungen entspricht (Näheres unter www.ecolight.ch).

Was kostet die Unterhaltung eines UL's?
Die jährliche Haftpflichtversicherung kostet ca. 250 €, Vollkaskoversicherungen sind sehr unterschiedlich gestaffelt (je nach Risiko), jedoch keine Pflicht.
Die Hallenunterstellung ist von Flugplatz zu Flugplatz sehr verschieden geregelt. Man sollte aber mit Unterstellkosten von min. 80 €/Monat für Trikes und 130 €/Monat für 3-Achser rechnen.

Wie lange dauert eine Ausbildung?
Theorie- und Funksprechkurse können bei uns als Kompaktkurse absolviert werden; parallel zu diesen Kompaktkursen kann auch der Wochenendkurs an drei intensiven Wochenenden belegt werden. Die Termine hierfür sind fest vorgegeben. Zwei Wochen nach der Theorie erfolgt die Theorieprüfung.
Die praktische Ausbildung richtet sich nach den individuellen Wünschen der Flugschüler/innen und nicht zuletzt nach dem Wetter. Insgesamt sind 60 Theoriestunden und mindestens 30 Praxisstunden vorgeschrieben.
Unter günstigen Bedingungen ist die Ausbildung in 4-5 Wochen möglich, realistischer wären aber eher 2 - 12 Monate. Wer möchte, kann sich auch bis zu 4 Jahre Zeit lassen.

Welcher Verband ist für die UL-Ausbildung zuständig?
Für die Hängegleiter-Ausbildung ist der DHV zuständig, für Minimums, Motorgleitschirmflieger und Trikes der DULV, für aerodynamisch gesteuerte Ul´s der DAeC. Seit neuestem hat der DULV eine Doppel-Beauftragung erhalten, sodaß man in Sachen aerodynamisch gesteuerte Ul´s auch diesen Verband ansprechen kann.

Kann ich sofort mit der Ausbildung beginnen?
Mit der praktischen Ausbildung (Fliegen) kann sofort begonnen werden, ein vorangestellter Theoriekurs ist nicht notwendig. Ein wenig fliegerische Erfahrung erleichtert sogar das Verständnis der theoretischen Grundlagen, die während der Theorie-Ausbildung vermittelt werden.

Wie alt muss ich sein, wie alt darf ich sein?
Die Ausbildung zum "Luftsportgeräte-Führer" kann man 16 Jahren beginnen. Die Prüfung darf man allerdings erst mit 17 Jahren ablegen. Ein Höchstalter gibt es nicht, die Grenzen werden nur durch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesetzt.. Wir haben allerdings auch schon vereinzelt 16-jährige Pilotenanwärter ausgebildet, wenn die Genehmigung der Eltern und des Verbandes vorlagen.

Was muss ich an Bescheinigungen erbringen, bevor ich meine Ausbildung beginnen kann?
Dies kann auf unserer Seite Voraussetzungen (PPL oder UL) ausführlich nachgelesen werden.

Wo findet die Ausbildung statt ?
Ihre gesamte Ausbildung erfolgt auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel. Hier befinden sich auch unsere Schulungsräume in denen der theoretische Unterricht abgehalten wird. Von hier aus starten Sie Ihre Schulungsflüge, die Sie im Laufe der Ausbildung auch zu vielen anderen kleinen und großen Flugplätzen in der Umgebung führen werden.
Nach oben
Was ist der Schnupperkurs?
Der Schnupperkurs beinhaltet eine Grundeinweisung in die UL-Fliegerei (Theorie + Praxis).
Der Schnupperkurs kann der Ausbildung vorangestellt werden und wird im Falle einer Ausbildung bei uns angerechnet.

Muss der Schüler bei Schäden in der Ausbildung zahlen?
Dieser Punkt wird vor Beginn der Ausbildung im Ausbildungsvertrag geregelt werden.
Grundsätzlich haftet in der Ausbildung bis zum ersten Alleinflug der Lehrer. Für die Solo-Ausbildung kann der Schüler sein eigenes Gerät mitbringen oder aber eines unserer Flugzeuge chartern. Für Schäden, die er dabei verursacht, muß er natürlich genauso gerade stehen, wie für Schäden an einem eigenen Flugzeug. Allerdings ist der maximale Schaden durch eine Kasko-Versicherung, die für alle unsere Flugzeuge besteht, begrenzt (Selbstbehalt i.d.R. 2.500 €).

Wann muss ich zum Fliegerarzt und was wird dort gemacht?
Es ist eine fliegerärztliche Untersuchung vor Beginn der Flugausbildung durchzuführen. Nach dem 40ten Lebensjahr muss der Pilot für jede Lizenzverlängerung zur fliegerärztlichen Nachuntersuchung. Die Lizenz wird dann jeweils bis zum Gültigkeitsdatum des Attestes ausgestellt.
Bei der fliegerärztlichen Untersuchung wird ein Belastungs-EKG durchgeführt, es werden Blut- und Urinuntersuchungen sowie diverse andere Tests (Gleichgewichtsorgan, Hörtest usw.) gemacht.
Die Kosten belaufen sich auf ca. 100-125 €.
Bei einigen Ärzten ist vor der fliegerärztlichen Untersuchung eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Eine gut korrigierende Brille ist kein Problem.

Was ist eine UL-Sportpiloten-Lizenz?
Die Sportpiloten-Lizenz berechtigt zum Führen von Ultraleicht-Flugzeugen der eingetragenen Muster (z. B.: aerodynamisch gesteuerte UL´s, gewichtskraftgesteuerte UL´s, Gleitschirme, u.s.w.) für Flüge am Tage mit einem maximalen Abfluggewicht von 450 (472,5) kg.
Die offizielle Bezeichnung lautet: "Luftfahrerschein für Luftsport-Geräte-Führer, Beiblatt F."

Wie lange gilt mein Schein?
Der Luftfahrerschein (SPL-F) gilt 5 Jahre. Danach Erneuerung, wenn innerhalb der letzten 24 Monate vor Ablauf der Gültigkeit 12 Flugstunden (davon 1 Flugstunde Übungsflug mit Fluglehrer) mit 12 Starts und Landungen nachgewiesen werden.
Zu diesem Zweck führt der Pilot sein Flugbuch, in dem er jeden Flug vom Flugleiter, Fluglehrer oder Ausbildungsleiter bestätigen lässt.

Wer kann bzw. darf meine Flugstunden zur Scheinverlängerung bescheinigen?
Bestätigungen nach §120 LuftPersV dürfen nur von den in der LuftPersV autorisierten Personen wie Fluglehrer, Beauftragte für Luftaufsicht (BFL), Flugleiter, Prüfungsratsmitglieder, Ausbildungs- oder Flugbetriebsleiter oder anderen Einweisungsberechtigten erfolgen.
Diese Personen bescheinigen die Flugstunden auf dem jeweiligen Antragsformular mit ihrer Kennungsnummer und Unterschrift. Es brauchen keine Flugbücher etc. eingesandt werden!

Darf ich Ultraleichtflugzeuge doppelsitzig fliegen?
Die fachlichen Vorraussetzungen für den Erwerb der Passagierflug-Berechtigung sind:
  • Nachweis von mindestens 5 Überlandflügen, davon zwei Flüge mit Fluglehrer mit > 200 km Strecke mit mindestens einer Zwischenlandung
  • Für das Flugzeug sollte eine Passagierhaftpflichtversicherung abgeschlossen sein.


Kann man mit einem Ultraleichtflugzeug auch Kunstflug machen?
Praktisch ist das aufgrund der hohen Festigkeitsdaten eines UL´s (Bruchlast:ca. +6g / -3g) möglich. Im Ausland wird mit diesen Flugzeugen, einschließlich Trikes, Aerobatik durchgeführt. Aus formellen Gründen ist Kunstflug mit einem UL in Deutschland jedoch verboten!

Darf ein Ultraleichflugzeug überall landen?
Nein. Auch UL's sind in Deutschland an Flugplätze gebunden, kommen aber meist schon mit einer Landestrecke von gerade einmal 100 - 150 m Länge aus. Entsprechend einfacher sind Zulassungsverfahren für UL-Landeplätze.

Nach oben
Was tut man wenn der Motor eines Ultraleichtflugzeuges ausfällt?
Man landet. Selbst wenn der Motor einmal aus irgendeinem Grunde ausfallen sollte, fällt das Fluggerät nicht einfach vom Himmel, sondern kann je nach vorhandener Flughöhe noch einige Kilometer weit "schweben". In dieser Zeit schaut man sich nach einem geeigneten Landeplatz um. Dieses kann eine Wiese, ein Acker oder sogar eine - möglichst unbefahrene - Straße sein. Dort führt man eine ganz normale Landung durch.

Gibt es bei Außenlandungen nicht doch manchmal Bruch?
Dieses kann vorkommen. Der Wind kann z.B. gedreht haben (er sollte zur Landung immer von vorn kommen) oder vom Piloten falsch eingeschätzt worden sein. Das Flugzeug kann schon zu niedrig sein, um noch in die Landewiese "hineinzukommen". Oder es ist zu hoch, um am Beginn der Wiese aufzusetzen. Oder der Bewuchs ist zu hoch und kann Schwierigkeiten bereiten.
Beim Ausrollen kann ein großer Stein oder ein Erdloch auftauchen.
Alle dieses kann zu Schäden am Flugzeug führen. Wirklich schwere Unfälle kommen dabei jedoch äußerst selten vor.

Wie gefährlich ist Ultraleichtfliegen?
Genauso (un)gefährlich wie jeder andere Flugsport. Jedes Flugzeug muss einmal im Jahr von einem amtlich anerkannten Prüfer auf seine Lufttüchtigkeit untersucht und für den Betrieb freigegeben werden. Man kann dies mit dem TÜV bei Kraftfahrzeug vergleichen, jedoch sind die Prüfungen hier wesentlich umfangreicher.
Tödliche Unfälle sind i.d.R. nicht auf technische Mängel sondern - wie leider meistens - auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.

Hat man beim Fliegen einen Fallschirm dabei?
Jain. Trotz der leichten Bauweise gehören Ultraleichtflugzeuge zu den sichersten Luftfahrzeugen, die es gibt. Des weiteren ist eine jährliche Überprüfung des Flugzeuges (eine Art "TÜV") Vorschrift.
Zu Erhöhung der Sicherheit gehört zu jedem UL auch ein vorgeschriebener, festangebauter Rettungsfallschirm, der im Notfall Flugzeug und Insassen sicher zur Erde bringt.
Auch die Motorgleitschirm- und Minimum-Flieger haben einen Reserveschirm dabei, der ebenfalls fest mit ihrem Gerät verbunden ist.
Ein Personen-Rettungsfallschirm für Pilot und Passagier ist daher nicht erforderlich.

Anmerkung: Selbst große Flugzeug erhalten derzeit solche Rettungssysteme bei denen das gesamte Flugzeug mitsamt seinen Passagieren am Fallschirm geborgen wird.

Muß man beim UL-Fliegen einen Helm tragen?
Jaaain! §3 (2) LuftBO besagt, dass Pilot und Passagier mit einem geeigneten Kopfschutz ausgerüstet sein müssen - zur Abwehr von Verletzungen bei Unfällen oder sonstigen Störungen.
Der Beauftragte kann weitere Ausnahmen zulassen.
Generell ist seit 1999 per NFL der vorgeschriebene Kopfschutz bei modernen geschlossenen Ultraleicht-Flugzeugen aufgehoben.

Wie steht es mit der Umweltverträglichkeit von Flugzeugen?
Wirtschaftlichkeit: ein erster Punkt, der für Umweltfreundlichkeit spricht.
Der Kraftstoffverbrauch eines modernen UL´s bei Reisegeschwindigkeit (150-230 km/h) liegt bei etwa 12 bis 17 l/h. Das entsprechen etwa 8-11 l / 100 km.
Berücksichtigen Sie, dass die vom Flugzeug benutzte ,,Luftlinie" in der Regel mindestens 30 % kürzer ist als die entsprechende Straßenentfernung, beachten die hohe Reisegeschwindigkeit und stellen dann einen Vergleich an - das UL wird (fast) immer gewinnen.

Lärm: Motorflugzeuge sind im Gegensatz zu Segelflugzeugen zu hören: Sie machen Lärm. Dieser Lärm lässt sich messen und objektiv mit anderen Lärmbeeinträchtigungen vergleichen - die Belästigung durch Fluggeräusche ist im Vergleich zu anderen Verkehrsgeräuschen außerordentlich gering. Wirklich laute Flugzeuge sind in der Minderzahl, und die Flugzeughalter in Deutschland haben es sich viel kosten lassen, ihre Flugzeuge noch leiser zu machen, als es die deutschen Zulassungsrichtlinien fordern (und die sind schon wesentlich schärfer als die international gültigen Grenzwerte!).

Schadstoffemissionen: der Benzinverbrauch der Allgemeinen Luftfahrt beträgt 0,03% des gesamten Mineralölverbrauchs in Deutschland oder 0,1% des Verbrauchs an Kraftfahrzeugbenzin - der Schadstoffausstoß ist entsprechend niedrig!

Verkehrswege: Für jeden Meter, den ein Auto fährt, braucht es befestigten Untergrund, nicht anders die Bahn. Einem UL-Flugzeug genügt ein Gras- oder Asphaltstreifen von etwa 200 m Länge am Start- und am Zielflugplatz, um Hunderte von Kilometern zu überwinden!
Nach oben
© 2003 Fachschule für Ultraleicht- und Motorflug GmbH (FUL). Alle Rechte vorbehalten.